Was kostet der Anwalt?

 

Mancher möchte darauf vielleicht sagen, der Anwalt kostet nicht die Welt oder aber der Anwalt verdient sein Geld im Schlaf.

Beide Richtungen treffen in der Realität doch keineswegs zu.

 

 

Für sein offenes Ohr, für sein hilfreiches Wissen und für seine Zeit bestimmt sich, entweder nach dem Gesetz – dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) – oder aufgrund einer abgefassten Vereinbarung, die Vergütung des Anwalts.

 

 

 

Was ist eine ERSTberatung?

 

Als Erstberatung wird es angesehen, wenn sich der Ratsuchende wegen des Gegenstandes, auf den sich seine Bitte um Rat oder Auskunft bezieht, zum ersten Mal an einen Rechtsanwalt wendet und dieser quasi als 'Einstiegsberatung' eine pauschale, überschlägige Beratung vornimmt.

 

Eine Erstberatung muss nicht nur in der Kanzlei erfolgen.

 

Auch ein Telefonat kann eine Erstberatung sein. Die Erstberatung kann ferner schriftlich erfolgen. In diesem Fall ergeht die schriftliche Antwort des Anwaltes auf eine ggf. auch schriftliche Anfrage des Mandanten.

Die Wahl des Mediums (Fax, E-Mail, einfache Post) spielt gebührenrechtlich keine Rolle.

 

Nach § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG beträgt die Gebühr für Verbraucher höchstens 190,00 Euro (netto) bzw. 226,10 Euro (brutto).
Für rechtssuchende Nicht-Verbraucher, also (auch werdende) Unternehmer und Gesellschafter stehe ich gern im Rahmen einer schriftlichen / in Textform gehaltenen Vergütungsvereinbarung beratend zur Verfügung.

 

Als Erstberatung ist es nicht mehr anzusehen, wenn nach dem ersten Beratungsgespräch oder dem ersten schriftlichen Rat sich eine weitere Tätigkeit des Rechtsanwalts anschließt, mag diese auch mit der ersten Beratung im engen Zusammenhang stehen oder diese fortsetzen.

 

 

 

Was ist eine Vergütungsvereinbarung?

 

Eine Vergütungsvereinbarung ist eine Honorarvereinbarung zwischen dem beauftragten Rechtsanwalt und dem Mandanten. 
Nach § 3a Abs. 1 Satz 1 RVG bedarf die Vereinbarung über die Vergütung der Textform. Sie muss damit nicht notwendiger Weise von den Parteien persönlich unterschrieben sein. Aber sie ist mindestens als geschriebener Text (also eMail, FAX o.ä.) von beiden Vertragspartnern zu bestätigen.

 

Solche Vergütungsvereinbarungen sind statt der gesetzlichen Gebühren immer möglich, es sind jedoch gewisse gesetzliche Vorgaben zu beachten (§ 49b Bundesrechtsanwaltsordnung, §§ 3a bis 4b Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/ und http://www.gesetze-im-internet.de/brao/

So darf bei gerichtlicher Vertretung die vereinbarte Vergütung nicht geringer sein, als die entsprechenden gesetzlichen Gebühren.
In allen anderen Fällen sind die Parteien aber frei in der Gestaltung einer Vergütungsvereinbarung. 

 

 

Gern biete ich meinen Mandanten je nach Sachfrage eine individuell vereinbarte Vergütungsvereinbarung an.
Denkbar sind hier vielgestaltige Lösungen, wie ein Pauschalhonorar, ein Stundenhonorar, eine gemischte Form aus beiden oder in Kombination mit gesetzlichen Gebühren oder Gebührensätzen (vgl. http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/anlage_1.html bspw. Nr. 2300). 

 

 

Was ist der Gegenstandswert?

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnung der gesetzlichen Gühren...

 

Hierfür stehen verschiedenene Anbieter online zur Verfügung: 

 

https://anwaltverein.de/de/service/prozesskostenrechner 

https://www.anwalt.de/online-rechner/prozesskostenrechner.php 

http://kostenrechner.anwalt-suchservice.de/kostenrechner/anwalt/

 

Die aufgeführten Berechnungsprogramme sind bei einfachen Gestaltungen durchaus in der Lage Ihnen ein verwertbares Ergebnis zu vermitteln. Darüber hinaus sind diese jedoch nicht in der Lage sämtliche Gebührentatbestände des RVG darzustellen oder in die Berechnung einfließen zu lassen und sind daher allenfalls als Orientierung zu verstehen. 
Wenn Sie hierzu Fragen haben, stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

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